Ätherrauschen

Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

19. Dez 2017

Am 4. März wird in der Schweiz über die Abschaffung des Rundfunkbeitrags abgestimmt. Die Schweiz hat ein ähnliches öffentlich-rechtliches System wie Deutschland, und natürlich gibt es auch dort Diskussionen über die Höhe des Beitrags, seine Verwendung etc. Der Ausgang der Abstimmung dort wird sicher auch Impulse für die Diskussion hier setzen.

Ich bin generell für einen öffentlich finianzierten Rundfunk, allerdings nicht in der Form wie hierzulande, wo ständig neues Geld rausgeworfen wird, um neue Sender und Plattformen zu etablieren, die dann wiederum als Rechtfertigung dienen, noch mehr Geld zu fordern, obwohl sie vom Publikum kaum genutzt werden. Aus meiner Sicht reichen je zwei bis drei Fernseh- und Radiosender, die sich wieder mehr auf Information und Kultur konzentrieren. Zudem sollten die Gremien von Leuten mit Parteibuch gesäubert und externe, unabhängige Aufsichtsgremien geschaffen werden, die die Arbeit der Sender viel stärker kontrollieren und die Selbstbedienungsmentalität eindämmen. Ein erster Schritt wäre, den in einem sehr undemokratischen Verfahren 'gewählten' skandalgeschüttelten SPD-Funktionär auf dem hochvergüteten Direktoren-Posten der Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz wieder zu entfernen, und den Posten beispielsweise mit einem Juristen mit Erfahrung im Medienrecht zu besetzen, um endlich die viel beschworenen Unabhängigkeit der Medien zu gewährleisten.

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11. Dez 2017

Bei verschiedenen Verkehrsverbünden muss ein Handy-Ticket mehr als 2 Minuten vor Betreten des Fahrzeugs gelöst werden, während Papiertickets oft noch im Fahrzeug, beim Fahrer oder an integrierten Automaten gekauft werden können. Offenbar wurden schon Leute des Schwarzfahrens beschuldigt, weil ihr Ticket weniger als 2 Minuten vor Abfahrt gekauft wurde. Und wir reden hier über einen Kauf noch vor Betreten des Fahrzeugs. Mit einem Papierticket darf man potentiell länger fahren, und statt sich zu freuen, dass ein Fahrgast überhaupt bezahlt, wird denen, die sich wie in den geschilderten Fällen eigentlich sogar korrekt verhalten haben, noch ans Bein gepinkelt. Da darf sich der ÖPNV nicht wundern, wenn er nicht den besten Ruf hat.

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08. Dez 2017

Wenig überraschend hat eine britische Studie herausgefunden, dass arbeitslos zu sein für die Betroffenen gesünder ist, als einen Job mit schlechten Arbeitsbedingungen anzunehmen. Ein Fakt der auch durch unsere Regierung gern mit dem Slogan "Jede Arbeit ist besser als keine Arbeit" konterkariert wird. Eigentlich müsste der Spruch um "... für das Finanzamt und Arbeitgeber" erweitert werden. Aber wen interessiert schon die Gesundheit, wenn es um's Geld geht...

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05. Dez 2017

Apple ist in letzter Zeit vermehrt mit Softwareproblemen aufgefallen. Ich bin kein Apple-Fan, aber trotzdem stand Apple für mich immer in dem Ruf, bestmögliche Qualität (wenn auch zu einem hohen Preis, nicht nur im Bezug auf das Monetäre) zu liefern. Nun gab es auch schon früher Bugs bei Apple, aber die aktuelle Häufung lässt darauf schließen, dass man es mit der Qualitätssicherung nicht mehr so genau nimmt. Damit zerstört Apple seinen geradezu mythischen Ruf, und zusammen mit den hohen Preisen wird das dazu führen, dass es bald wirklich gar keinen Grund mehr gibt, Apple-Produkte zu kaufen, außer man will unbedingt ein Hipster-Status-Symbol besitzen. Und wann hat Apple noch gleich das letzte wirklich innovative Produkt heraus gebracht, das bekannte Use-Cases neu denkt und neue erfindet?

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01. Dez 2017

1984 meets Black Mirror: China testet ein Social Credit System in dem Bürger total überwacht und bewertet werden. Dabei wird berücksichtigt, was die Bürger kaufen, konsumieren, sich online anschauen, in sozialen Netzwerken äußern, sich in der Öffentlichkeit verhalten etc. Daraus wird eine Bewertung generiert, die ihnen je nach Status Zugang zu besserer Versorgung und anderen Vorteilen gewährt oder sie aber im Zweifelsfall sogar den Job kosten und andere Nachteile nach sich ziehen kann. Das Perfide dabei ist, dass auch die Bewertungen von Familienmitgliedern und Freunden mit einfließen. Zudem soll nicht nur der Staat sondern auch Unternehmen, Banken, Vermieter und andere Einblick in die Daten erhalten. So soll die soziale Kontrolle gestärkt werden, und die Bürger sollen sich damit auch gegenseitig erziehen. Nicht nur datenschutztechnisch ist das der totale Alptraum.

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