Ätherrauschen

Kommentare zum Leben, dem Universum und dem ganzen Rest.

21. Jan 2019

Mittlerweile nervt es mich schon gewaltig, dass die Manager unserer Autobauerkonzerne nicht jedes Mal sofort ausgelacht werden, sobald sie den Mund auf machen.

Wir erinnern uns: VW hat 2017 trotz Dieselskandal(!) Rekordgewinne in Höhe von 11,4 Milliarden Euro gemacht.

In der Folge des Dieselskandals drohte u.A. VW mit massivem Stellenabbau, sollte der Konzern zu Nachrüstungen verdonnert werden, die rund 1 Mrd. Euro kosten würden (nochmal: VW hat 2017 11,4 Mrd. Euro Gewinn gemacht). Nach der Klimakonferenz in Katowice drohten die Auto-Manager mit Stellenabbau und Verlagerungen ins Ausland, weil die Klimaziele eine CO2-Reduktion von 38% bis 2030 vorsahen, und das ja unmöglich erreicht werden könne. Keine zwei Wochen später verkündeten gleich mehrerer Hersteller, dass man den Flottenverbrauch bis 2025 um 40% senken wird, indem einfach mehr E-Autos gebaut werden. Jahrelang wurde die Entwicklung von E-Autos verschleppt und so getan, als gäbe es Riesenprobleme dabei. Wiederum nur ein paar Wochen später wurden gleich mehrere Modelle gezeigt und die Markteinführung für 2019 angekündigt.

Jetzt jammert VW wieder und droht mit Stellenabbau, weil die E-Autos im Vergleich zu Benzinern zu teuer wären und der Staat bei seinen Vorgaben gesellschaftliche Aspekte nicht genug berücksichtigt hätte. Als wenn gesellschaftliche und soziale Aspekte bei VW je ein Thema gewesen wären. Letztendlich geht es auch hier wieder nur um die Gewinnmarge (und Rekordgewinne über mehr als 11 Mrd. Euro). Und ich bin mir sicher, dass sich spätestens in ein, zwei Jahren plötzlich und überraschend die Preisevon Elektrofahrzeugen denen von Verbrennern anpassen werden.

Wann fangen wir endlich an, ernsthafte Konsequenzen zu ziehen und den Autobauern mal zu zeigen, wie lächerlich sie sich jedes Mal machen, wenn sie solche Statements vom Stapel lassen?

Permalink
Startseite Archiv Suche
Proudly made purely with Rust
Impressum und Datenschutzerklärung